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Der Kellerberg - eine Chronik
Der König von Bayern schenkte das
Gut Ostettringen seinem Bruder Maximilian Philipp, der
nach dem Tod des Königs 1673 kurzzeitig die Regierungsgeschäfte
führte. Er ließ auf dem Gut ein Brauhaus errichten,
in dem Weißbier gebraut wurde.
Dieses Brauhaus brannte Anfang des 18. Jahrhunderts ab, wurde aber erst
1778 wieder aufgebaut. Die Ostettringer Brauerei besaß keinen Lagerbierkeller,
deshalb wurde 1838 gegenüber dem Brauhaus ein Gebäude
errichtet und dann mit Erde aufgeschüttet. Mit einer Leitung wurde
dann das Bier in die Fässer im Lagerkeller gepumpt.
1856 kaufte Graf von Rechberg zu Donzdorf das Gut Ostettringen
und behielt es bis 1976. 1867 wurde Ostettringen eine hohe Ehre zuteil,
denn Prinz Ludwig, der spätere König von Bayern war auf dem
Kellerberg während eines Manövers einquartiert.
Die Brauerei und die dazugehörige Schenke wurde 1915 stillgelegt,
da der Pächter in den Krieg musste. Der Betrieb wurde nach dem 1.
Weltkrieg nicht mehr aufgenommen, da die Anlage zu klein und altmodisch
war. Der Keller wurde später als Lagerkeller für Kartoffeln
bis 1987 genutzt.
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